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LANDSCHAFT UND KLIMA: VON DER NATUR VERWÖHNT

Zwei der besonderen Reize dieser Region sind die beeindruckte Landschaft und das mediterrane Klima. Die Strände am Mittelmeer stehen im direkten Kontrast zu den nur wenige Kilometer hinter der Küstenlinie bis in Höhen von gut 2.000 Meter aufragenden Bergen mit vielen Tälern und Senken. Wird über Wetter und Klima geredet, sind meist die langen und trockenen, aber nicht zu heißen Sommer sowie die kurzen und milden Winter gemeint.

     
   

Aber dies ist für die Region rund um Màlaga nur die halbe Wahrheit, denn je nach topographischen Gegebenheiten hängen die Wetterphänomene davon ab, an welcher Seite eines Gebirgszuges oder in welcher Höhe eine Ortschaft liegt.

Die Bucht von Málaga

Die Stadt Málaga liegt direkt am Mittelmeer geschützt in einer Bucht zwischen den Bergen der bis zu 1.150 Meter hohen „Sierra de Mijas” und der über 1.000 Meter hohen „Montes de Málaga”. Das Tal zwischen den beiden Gebirgszügen erstreckt nach Westen weiter den Fluss Guadalhorce hinauf bis zur Sierra de las Nieves. Diese Höhenzüge umschließen die Stadt im Norden und Westen fast vollständig und bieten einen Wetterschutz gegen die Regengebiete, die vom Atlantik oder dem Festland herüberziehen. Keinen Schutz gibt es gegen Strömungen aus dem Süden, in dem Fall bleiben die Wolken an den Bergen über der Stadt hängen.

Landschaft und Topographie der Region

Die Provinz Málaga kann ganz grob in drei topographische Abschnitte unterteilt werden. Im Norden der Provinz befindet sich die von sanften Hügeln umgebene grüne Ebene von Antequera, das sogenannte „Herz von Andalusien”. In der Mitte erstrecken sich von Ost nach West die Gebirgsketten der „Cordilleras Béticas”. Dieser Gebirgszug dehnt sich von der Bucht von Cádiz gut 600 Kilometer weit quer über ganz Andalusien bis in die Region Valencia aus. Die höchsten Berge finden sich östlich von Málaga bei Granada in der bis zu 3.482 Meter hohen Sierra Nevada. Zu diesem Gebirgszug gehören außerdem unter anderem die „Sierra de las Nieves” mit 1.919 Metern Höhe, die Cordillera de Antequera sowie die bis zu 2.066 Meter hohen „Las Sierras de Alhama, Tejeda y Almijara”.

Im Süden liegt im Schutz der Berge der nur wenige Kilometer breite Küstenstreifen der Costa del Sol. Auch dieser erstreckt sich über die gesamte Breite der Provinz Málaga und mit jeweils anderen Bezeichnungen über ganz Andalusien. Westlich von Málaga wird die Küste als Costa del Sol Occidental, östlich als Costa del Sol Oriental bezeichnet. Die schützende Bergkette wird lediglich an der Bucht von Málaga durchbrochen, hier öffnet sich nach Nordwesten das Tal des Flusses Rio Guadalhorce mit den Einmündungen von „Rio Grande” und „Rio Campanillas”. Am Ende dieses Tals liegt direkt am Mittelmeer die Stadt Málaga.

Das Klima

Wie in ganz Andalusien gibt es auch in Málaga keine einheitlichen klimatischen Bedingungen. Allgemein kann festgehalten werden, dass ganz Andalusien zu den mediterranen Subtropen gehört. Im Sommer 25 bis 35 und im Winter selten unter milden 13 Grad ergeben im Jahresdurchschnitt angenehme 18,2 Grad Celsius. Hinzu kommt, dass an über 320 Tagen die Sonne scheint und es nur an etwa 50 Tagen im Jahr regnet. Alles in allem heißt das: wenig Regen, hohe Temperaturen und viel Sonnenschein. Dies sind die theoretischen Werte, die für die Stadt Málaga und die Costa del Sol gelten. In den nahen Bergen und Tälern des Hinterlandes herrscht dagegen eher ein kontinentaltypisches Klima mit kühleren Temperaturen, mehr Regentagen und insgesamt raueren Bedingungen. An der Küste geht so gut wie immer ein mehr oder weniger kräftiger Wind, während im windgeschützten Hinterland die Sonne unbarmherzig brennen kann.

 
DAS AKTUELLE WETTER
Das aktuelle Wetter in der Region auf einen Blick

REISEZEITEN
Eine perfekte Reisezeit für Málaga gibt es nicht, jede Jahreszeit bringt Vor- und Nachteile mit sich. Die Malagueños gehen so und so immer von gutem Wetter aus, denn in allen Monaten sind die Ferias, Fiestas und Festivals als Open-Air-Veranstaltung geplant.

Die Winter gelten in Málaga zwar als mild, allerdings sind die Wetterlagen von November bis Februar nicht stabil und das Wetter ist unberechenbar. Tagsüber pendeln sich die Temperaturen bei gefühlten 15 bis 20 Grad ein, allerdings ist der Wind in diesen Monaten eher unangenehm kühl. Nachts können die Grade deutlich in den einstelligen Bereich fallen. Es wird auch den einen und anderen Tag regnen, wobei aber komplett graue und wolkenverhangene Tage mit Dauerregen die Ausnahme sind. In den Bergen und im Hinterland muss im Winter dagegen jederzeit mit Minusgraden und Schnee gerechnet werden.

Im März und April steigen die Temperaturen tagsüber über die 20 Grad-Marke und fallen abends nicht so stark. Das Leben verlagert sich an die Strände, ins Wasser gehen aber nur die Wagemutigen. Im Mai und Juni sowie später im September und Oktober bewegen sich die Temperaturen rund um die 25 Grad, wobei extrem heiße Tage aber nicht zu erwarten sind. Auf die dürfen sich die Besucher im Juli und August freuen. Die Sonne scheint nur noch zu brennen und die tropischen Nächte bringen kaum Abkühlung. Dafür bringt der Wind eine jetzt willkommende Brise.

KLIMATABELLE FÜR MÁLAGA
  ø °C ø Stunden Sonne ø Tage Regen
Jahres-ø 13,6-22,8 240 4
Jan 8-16 171 7
Feb 9-17 174 6
Mär 10-19 214 5
Apr 11-21 220 5
Mai 14-24 294 3
Jun 17-28 316 1
Jul 20-30 348 >1
Aug 20-30 323 >1
Sep 18-28 256 2
Okt 15-24 218 5
Nov 12-20 177 7
Dez 9-17 169 7
   
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