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SICHERHEIT

Wie in ganz Spanien sorgen auch in Málaga verschiedene Polizeieinheiten für Sicherheit und Ordnung, die jeweils für andere Aufgaben zuständig und mit unterschiedlichen Kompetenzen ausgestattet sind. Damit es auf Grund von Sprachproblemen nicht zu Missverständnissen kommt, stehen in den Touristenhochburgen zumeist Dolmetscher bereit.

     
   

Polizeieinheiten

Für Außenstehende ist es nicht ganz einfach, die Kompetenzen der verschiedenen Polizeieinheiten nachzuvollziehen und zu durchschauen. So kann zum Beispiel für den Diebstahl einer Geldbörse in der Innenstadt von Málaga die Policia Local wie auch die Policia Nacional zuständig sein. Im Zweifelsfall sollte man sich immer zuerst an die Policia Local wenden, die einen zur Not zu einer anderen Polizeieinheit schicken wird. Kommt man in dem Gewirr der Zuständigkeiten gar nicht weiter, hilft der Weg ins Deutsche Konsulat.

Von der Policia Local bis zur Policía de la Comunidad Autónoma de Andalucía

Die Policia Local Stadtpolizei ist für den Verkehr innerhalb der Städte, die öffentliche Ordnung sowie für Delikte im Bereich der Kleinkriminalität zuständig. Die Guardia Civil Landpolizei ist immer dann zuständig, wenn es in Dörfern oder auf dem Land keine Policia Local gibt. Außerdem fällt der Verkehr auf Landstraßen und Autobahnen, die Küsten- und Grenzkontrolle inklusive der Hafen- und Flughafensicherheit sowie die Bekämpfung von Schwerverbrechen aller Art in ihre Zuständigkeit. Die Policia Nacional Nationale Polizei kann als die höchste polizeiliche Instanz gesehen werden. Sie ist allgemein für die öffentliche Sicherheit verantwortlich, kümmert sich um Ausländer- und Passangelegenheiten und wird immer dann aktiv, wenn Gewalt im Spiel ist, Sachen beschädigt oder Wertgegenstände gestohlen werden.

Hinzu kommt noch die Polizei der Autonomie Andalusiens, die offiziell Unidad del Cuerpo Nacional de Policía adscrita a la Comunidad Autónoma de Andalucía oder kurz Policía de la Comunidad Autónoma de Andalucía Polizei der Autonomen Region Andalusien heißt und für Sicherheit und Zivilschutz zuständig ist. Ihr Aufgabenfeld erstreckt sich über viele Bereiche, so fällt häusliche Gewalt ebenso wie ein Umwelt- oder Wirtschaftsdelikt in ihre Zuständigkeit. Hier läuft aber auch die Notfallnummer 112 Emergencias 112 auf, über die rund um die Uhr in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch Hilfe gerufen werden kann.

Andalusien, das Land der Räuber?

Das Hinterland von Málaga rund um Ronda galt einst als Hochburg der sogenannten Bandoleros. Dies waren berüchtigte Räuber und Banditen, doch der letzte von ihnen wurde 1934 bei einer Schießerei von Polizisten getötet. Heute hat das Land andere Probleme. Generell sind Touristen in Südspanien leicht als solche zu erkennen. Hinzu kommt, dass viele Straßen eng und nachts dunkel sind. Verhält sich ein Besucher zu unvorsichtig, gerät er schnell in das Beuteschema der Taschendiebe und Kleinkriminellen, die sich wie in allen Städten der Welt auch in Málaga und an der Costa del Sol tummeln.

Wer allerdings die üblichen Regeln der Vorbeugung beachtet (Rucksack, Tasche oder Kamera nicht zur Straßenseite tragen · Geld im Brustbeutel mitführen · Geld am Automaten sofort einstecken) und Gefahrensituationen bewusst vermeidet (nachts nicht alleine gehen · unübersichtliche Plätze und dunkle Straßen meiden), braucht sich an der Costa del Sol keine größeren Sorgen zu machen wie bei einem Aufenthalt in Amsterdam, Berlin, Brüssel, Hamburg, Paris, Wien oder Zürich. In den Touristenhochburgen der Costa del Sol muss vor allem in der Nacht und in den frühen Morgenstunden mit stark alkoholisierten Personen gerechnet werden, die sich nicht mehr unter Kontrolle haben und zumeist wegen eines hohen Alkoholpegels auf Streit aus sind. Hierbei handelt es sich um mehr oder weniger jugendliche Touristen, die glauben, nur mit viel Alkohol Spaß haben zu können.

Die Stadt Málaga hat leider den unrühmlichen Ruf, ein Anlaufpunkt für illegale Einwanderer aus Afrika und Osteuropa sowie ein Umschlagplatz für Drogen zu sein. Da leider auch die Arbeitslosenquote nicht gerade gering ist, ist die Beschaffungs- und Kleinkriminalität entsprechend ausgeprägt. Nicht nur deshalb empfiehlt es sich, im eigenen Interesse nächtliche Ausflüge in die Außenbezirke der Stadt zu unterlassen und Aufenthalte abseits der großen Plätze und Straßen nur in größeren Gruppen zu unternehmen. Leider kommt es auch tagsüber in den öffentlichen Parks immer wieder zu Übergriffen, vor allem außerhalb des Zentrums.

Terrorismus

Beim Auswärtigen Amt in Berlin heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen für ganz Spanien: „Auch in jüngster Zeit kam es immer wieder zu Anschlägen und Anschlagsversuchen der baskischen Terrororganisation ETA. Weitere Anschläge sind landesweit nicht auszuschließen. ETA hat in den vergangenen Jahren vor allem in der Ferienzeit immer wieder Anschläge in Touristenregionen verübt, um mediale Wirkung zu erzielen. Das spanische Innenministerium hat verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an belebten Plätzen und wichtigen Infrastruktureinrichtungen ergriffen. Infolge der von den spanischen Behörden verschärften Sicherheitskontrollen muss u.a. mit Behinderungen bei der Ein- und Ausreise gerechnet werden.”

Davon bleiben auch Málaga und die Costa del Sol nicht verschont. Im Juli 2008 explodierte eine Bombe am Strand von Torremolinos, im September 2008 Sprengsätze in Benalmadena und in Guadalmar. Verletzt wurde niemand, da vorab eine telefonische Warnung einging und die Gebiete weiträumig evakuiert wurden. „Vor der Durchführung von Anschlägen auf touristische Ziele hat die ETA in der Regel die Sicherheitsbehörden gewarnt. Vor Anschlägen auf Repräsentanten des Staates oder der Sicherheitsbehörden wird hingegen in der Regel auch dann nicht gewarnt, wenn die Gefahr besteht, dass unbeteiligte Dritte zu Schaden kommen.” Weitere Auskünfte erteilt unter der Telefonnummer (0049) 03018.172000 der Bürgerservice des Auswärtigen Amtes.

Eine weitere Bedrohung sind Anschläge durch fanatische Islamisten, wie die Bombenanschläge auf die Vorortzüge in Madrid am 11. März 2004, bei denen 191 Menschen ums Leben kamen. „Trotz erhöhter Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden können weitere islamistisch motivierte Anschläge nicht ausgeschlossen werden” heißt es beim Auswärtigen Amt.
 
NOTFALL- & NOTRUFNUMM ER
Über die Europäische Notrufnummer 112 kann im Notfall rund um die Uhr in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch die Polizei gerufen werden.
Policia Local: 092
Policia National: 091
Junta de Andalucía: 112
Deutsches Konsulat, Edificio Eurocom, Bloque Sur
Calle Mauricio Moro Pareto 2-5°, 29006 Málaga
Telefon (0034) 952363591
Öffnungszeiten: Mo-Fr von 8.30-12 Uhr

Belgisches Konsulat, C/ Compositor Lehmberg Ruiz 9, Telefon 952399907

Luxemburgisches Konsulat, C/ Marin Garcia 10, Telefon 952857197

Niederländisches Konsulat, C/ Linaje 3, Telefon 952600260

Österreichisches Konsulat, Alameda Colon 26, Telefon 952600267

Schweizerisches Konsulat, C/ San Lorenzo 4, Telefon 952217266
Telefonnummern zum Sperren von Bank-/Kreditkarten

• Sperr-Notruf aus dem Ausland 0049116116
• Sperr-Notruf aus dem Ausland 00493040504050

• Euro-/Master-Card 00496979331910
• Visa-Card 00496979331910
• EC-Karte 00491805021021
• Diners Club 00495921861234
• American Express 00496997971000

WISSENSWERT
Das historische Zentrum Málagas wird rund um die Uhr von der Polizei mit Videokameras kontrolliert. Die Videozone Zona Videovigilada umfasst Calle Larios, Calle Strachan, Calle Cisneros, Calle Esperanza, Plaza Constitución, Calle Granada, Plaza Carbón, Calle Calderería, Calle Méndez Núñez und Plaza Uncibay.
   
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