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Die hier vorgestellten Städte liegen im weiteren Umland von
Málaga und der Costa del Sol und sind mit Überlandbussen
oder Mietwagen als Tagesziele zu erreichen.
ALMERÍA · Entfernung von/nach
Málaga: ca. 200 Kilometer
Wer
heute nach Almería kommt, kann sich nur schwer vorstellen,
dass diese Stadt einst bedeutender war als Granada. Im Jahr 955
legen die Mauren ihren Haupthafen Al-Mariyya an. Heute zeugt aus
dieser Zeit nur noch die mächtige Alcazaba, die mit ihren drei
Befestigungsringen über der Stadt thront. Auch Almería
blieb nicht davon verschont, dass mit der Vertreibung der Mauren
der Niedergang der Stadt einherging. Heute ist die Region vor allem
für seine Gewächshäuser bekannt, aus denen ganz Europa
ganzjährig mit Obst und Gemüse beliefert wird. Die Stadt
selbst gibt sich nach und nach ein modernes Gesicht mit neuen Fußgängerzonen
und Einkaufsstraßen. Seit 1993 ist Almería auch eine
Universitätsstadt mit gut 15.000 Studenten. Der Südosten
Andalusiens gilt als die trockenste Region in ganz Spanien mit den
kleinsten Niederschlagsmengen und meisten Sonnenstunden im Jahr,
was zunehmend mehr Touristen anlockt.
BAEZA und ÚBEDA · Entfernung
von/nach Málaga: ca. 247 Kilometer
Die
beiden Nachbarstädte Baeza und Úbeda liegen neun Kilometer
auseinander zwischen den Flusstälern von Guadalimar und Guadalquivir
inmitten einer von grünen Olivenhainen geprägten Landschaft.
Die beiden Städte gelten als Wegbereiter der Renaissance in
Spanien. Ihre Zentren gleichen Freilichtmuseen, weshalb die Unesco
sie 2003 zum Weltkulturerbe erklärte. Baeza bietet rund um
die Kathedrale einen unglaublichen Reichtum an Bauten aus der Renaissance.
Am Plaza del Pópulo liegen weitere Paläste und Sommersitze.
In Úbeda zählen zum monumentalen Reichtum unter anderem
die Heilige Kapelle El Salvador, die Kirche Santa María de
los Reales Alcázares, der Cadenas-Palast sowie der Palast
des Marquis von Mancera, der allein als Meisterwerk der andalusischen
Renaissance gilt.
CÓRDOBA
siehe
Die drei großen Städte Andalusiens
GRANADA
siehe
Die drei großen Städte Andalusiens
GRAZALEMA · Entfernung von/nach Málaga:
ca. 128 Kilometer
Wie
vielfältig die andalusische Landschaft ist, zeigt auch das
Bergdorf Grazalema am Hang des 1.654 Meter hohen Berges Torreón
in der Serranía de Ronda. Es wirbt mit etwas, was eigentlich
kein Urlauber haben möchte: Das Dorf mit der höchsten
Niederschlagsmenge in Spanien. Im Jahresdurchschnitt gehen
hier 2.150 Liter Regen pro Quadratmeter nieder, in Málaga
sind es 470. Die Wolken ziehen vom Atlantik bis zum Torreón
hinauf und regnen fast punktgenau ab. Die Regenmassen sind so groß,
dass hier sogar Tannen wachsen, die es sonst in ganz Spanien nicht
gibt, weil es zu heiß und vor allem zu trocken ist.
JAÉN · Entfernung von/nach
Málaga: ca. 200 Kilometer
Im Tal des Guadalquivir liegt die Stadt Jaén. Zur Zeit der
maurischen Herrschaft war sie äußerst umkämpft und
auch die Katholischen Könige erkannten ihre strategisch wichtige
Lage und begannen von hier aus im Jahr 1491 den letzten Feldzug.
In Jaén sind viele Baudenkmäler aus dem 14. bis 17.
Jahrhundert erhalten, so das Arabische Bad im Palacio de Villardompardo
oder die Kathedrale, die als schönster Bau der Renaissance
in ganz Andalusien gilt. Bekannt ist Jaén aber vor allem
als Hauptstadt der Olivenproduktion und das Olivenöl D.O. Sierra
Mágina. Rund um die Stadt stehen im größten Anbaugebiet
der Welt bis zu 60 Millionen Olivenbäume.
JEREZ DE LA FRONTERA · Entfernung
von/nach Málaga: ca. 227 Kilometer
Es sind weniger die Sehenswürdigkeiten, als der Sherry, die
Pferde und der Flamenco, für die Jerez de la Frontera bekannt
und berühmt ist. Dabei ist es nicht so, dass Jerez nichts zu
bieten hätte, immerhin wurde die gesamte Altstadt zum historischen
Bauensemble erklärt. Den Namenszusatz de la Frontera verdankt
Jerez seiner Lage an der Grenze des maurischen Königreichs
Granada 220 Kilometer westlich von Málaga. Älter als
die Eroberung durch die Katholischen Könige sind die Bodegas,
die nicht nur für ihre exzellenten Weine D.O. Manzanilla-Sanlúcar
de Barrameda und D.O. Jerez-Xérès-Sherry bekannt sind,
sondern auch architektonisch etwas Besonderes bieten. So wurde die
Bodega La Concha von González Byass von Gustave Eiffel entworfen,
in die Gran Bodega de Domeq wurden 4.000 Hufeisenbögen verbaut
und die Bodega del Tío Pepe zählt zu den Historischen
Denkmälern Andalusiens. Im Stadtviertel Santiago ist der Flamenco
zu Hause, hier hat eine Vielzahl von Flamenco-Gruppen ihren Sitz.
Und auch das Centro Andaluz de Flamenco befindet sich in Jerez.
Jährlicher Höhepunkt ist das über die Grenzen Spaniens
bekannte Flamenco-Festival (Festival de Jerez), das Ende Februar/Anfang
März in der Stadt stattfindet. Im Mai dreht sich in Jerez alles
ausschließlich um Pferde. Zur Feria del Caballo, der Messe
für Pferde und Reiter, finden in der ganzen Stadt Pferdeumzüge
und Reitwettbewerbe statt. Ein Mekka für Pferdefreunde dürfte
auch die weltberühmte Königliche Andalusische Reitschule
Fundación Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre
sein, deren Ehrenpräsident kein anderer als der König
von Spanien ist.
SEVILLA
siehe
Die drei großen Städte Andalusiens
SIERRA NEVADA · Entfernung von/nach
Málaga: ca. 170 Kilometer
Am
Vormittag zum Skifahren und am Nachmittag am Strand treffen. Auch
das ist an der Costa del Sol möglich. Das Skigebiet Sol y Nieve
liegt in der Sierra Nevada, dem höchsten Gebirge auf der Iberischen
Halbinsel. Das 2.500 Hektar große Skigebiet, das von November
bis Mai als schneesicher gilt, liegt an den Hängen des Berges
Veletas, umfasst 84 Kilometer Pisten und bietet das volle Wintersportprogramm.
Im Sommer gehört das Gebiet den Wanderern und Paraglidern.
Erreichbar ist die Region Sol y Nieve von Granada aus über
die höchste Landstraße Europas (A-395).
TABERNAS · Entfernung von/nach Málaga:
ca. 263 Kilometer
Zu den vielen faszinierenden Landschaftsformen in Andalusien gehört
auch die einzige Wüste Europas. Die Tabernas-Wüste
Desierto de Tabernas liegt im Norden der Stadt Almería.
Hier fallen pro Jahr lediglich um die 150 Millimeter Niederschlag
und die Temperaturen klettern im Sommer auf über 40 Grad. Wer
durch die Wüste wandert, wandelt auf den Spuren vieler großer
Schauspieler. Hier wurden und werden seit den 1970er Jahren viele
Filme wie Lawrence von Arabien, 2001: Odyssee
im Weltraum, Indianer Jones, Kleopatra,
Spiel mir das Lied vom Tod und etliche Western gedreht.
An der Nationalstraße 340a bieten drei Themenparks und Westernstädte
Filmkulissen, Pferde- und Westernshows: Western Leone / Poblado
del Oeste bei Kilometer 378, Oasys Parque Temático bei Kilometer
464 und Fort Bravo bei Kilometer 468.
TARIFA · Entfernung von/nach Málaga:
ca. 159 Kilometer
Tarifa
liegt am südlichsten Punkt des europäischen Festlandes.
Ihren Namen verdankt die Stadt vermutlich Tarif ibn Malik, dem Heerführer
der ersten arabischen Armee, der im Jahr 710 hier an der Küste
anlandete und seinen Eroberungszug begann. Aus den alten Zeiten
sind nur Teile der Stadtmauer und die Burg übrig geblieben.
Heute ist Tarifa das Surferparadies für die nach dem
Wind Verrückten
locos por el viento. Scharen von Wind- und Kitesurfern genießen
hier die Winde mit regelmäßigen Geschwindigkeiten zwischen
39 und 88 Stundenkilometern.
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