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Ausflüge in das Hinterland von Málaga werden immer
wieder mit beeindruckenden Aussichten über fruchtbare, grüne
Täler und in tiefe, karge Schluchten sowie weitreichenden Bergpanoramen
belohnt. Zu entdecken, wie sich nach nur wenigen Kilometern ins
Landesinnere Land und Leute grundlegend verändern, ist immer
wieder ein Erlebnis, das niemand verpassen sollte.
Axarquía
Im
Nordosten Málagas liegt die Landschaft der Axarquía.
An den Hängen der vielen Hügel werden Weintrauben für
den süßen Málaga-Wein angebaut, die Täler
sind geprägt von Plantagen mit Avocados, Mangos, Orangen und
Zitronen sowie von Oliven- und Mandelhainen. In der Mitte der Ebene
liegt der Embalse de la Viñuela, einer der Stauseen rund
um Málaga. Die größte Stadt in der Axarquía
ist Vélez-Málaga,
typisch andalusisch, aber ohne Massentourismus. Auch die anderen
Dörfer in der Ebene unterscheiden sich deutlich von den Küstenorten.
Álora und das Tal des Guadalhorce ·
Von Málaga fahren mehrfach täglich Überlandbusse
nach Álora, die schnellste Verbindung bietet aber der Nahverkehrszug
C2, auch wenn der Bahnhof nicht im Stadtzentrum liegt.
Das
Tal des Flusses Guadalhorce bei Álora
ist umgeben von teils steil aufragenden Bergketten, die lediglich
nach Südosten durch die Bucht von Málaga unterbrochen
sind. In dieser malerischen Kulisse wachsen Zitrus-, Oliven-, Mandel-
und andere Obstbäume. Die wenig befahrenen Landstraßen
und Feldwege können für ausgedehnte Spaziergänge
oder Wanderungen genutzt werden. Die Orientierung fällt in
dem übersichtlichen Geländes recht leicht, die Entfernungen
sollten aber nicht unterschätzt werden.
Die Ebene von Antequera und El Torcal ·
Nach Antequera fahren täglich mehrere Überlandbusse sowie
einige Züge, der Bahnhof liegt aber außerhalb der Stadt.
Die
Stadt Antequera liegt
auf einer Anhöhe in der nach ihr benannten Hochebene. Die Landwirtschaft
spielt in dieser Region noch eine wichtige Rolle, auch wenn der
Fokus mehr und mehr auf die Tagestouristen von der Küste gelegt
wird. Im Nordwesten der Ebene liegt die Fuente de Piedra, eine Salzwasser-Lagune,
die Flamingos im Frühjahr als Brutstätte nutzen. Der Paraje
Natural Torcal im Süden ist für seine bizarren Felsformationen
bekannt und eine der beeindruckendsten Landschaften. Südwestlich
davon gibt es weitere Gesteinsformationen in der Schlucht von El
Chorro im nahen Parque Ardales.
Montes de Málaga · Der Naturpark
kann nur mit dem Auto über die Carretera MA-345 in Richtung
Colmenar oder die N-331 nach Casabermeja erreicht werden. Fünf
Wanderwege und drei Campingzonen sind im Naturpark angelegt.
Der
Parque natural de los Montes de Málaga ist ein 4.900 Hektar
großer Naturpark im Norden und Osten Málagas. Fünf
Zuflüsse des Guadalmedina fließen durch die Bergregion,
in der gut 160 Tier- und 400 Pflanzenarten heimisch sind. Der größte
Teil des Naturparks besteht aus Wäldern mit Pinien, Kork- und
Steineichen, in den Ebenen werden zumeist Oliven und Mandeln angebaut.
Viele Tiere haben hier eine Heimat, die ansonsten selten in freier
Natur zu sehen. Wer genug Geduld mitbringt, kann hier Wildkatzen,
Chamäleons, Schlangen und auch Zwergadler beobachten.
Parque Ardales und Garganta del Chorro ·
Von Málaga aus fahren täglich Überlandbusse und
der Nahverkehrszug C2 nach Álora, hier muss in einen Bus
umgestiegen werden. Auch nach El Chorro gibt es eine Zugverbindung.
Gut 40 Kilometer nordwestlich von Málaga liegt die Seen-
und Felsenlandschaft Parque Ardales. Hier liegen von
bis zu 700 Meter hohen Bergen
umschlossen und quasi nebeneinander die drei Stauseen
Embalse del Guadalhorce, del Guadalteba und del Conde de
Guadalhorce. Die Seenlandschaft ist mit ihrem klaren blauen Wasser
zwar künstlich angelegt, aber ohne touristische Erschließung.
Daher existiert auch kein ausgebautes Wegenetz. Lediglich am El
Conde de Guadalhorce gibt es einen Zelt- und Campingplatz, einen
Bootsverleih und ausgewiesene Wanderwege.
Südöstlich der Seen liegt die Schlucht des Desfiladero
de los Gaitanes, eine großartige Felslandschaft, durch die
sich der Guadalhorce über drei Kilometer seinen Weg durch das
Gestein gebahnt hat. Die bis zu 400 Meter tiefe Schlucht ist ein
Paradies für Kletterer, allerdings ist dieses Vergnügen
nichts für Laien. Durch die Schlucht führt der Caminito
del Rey, der Königsweg im wahrsten Sinne des Wortes. In schwindelerregender
Höhe an der Felswand angebracht ist der Weg zwar spektakulär,
wegen seines desolaten Zustands aber geschlossen und sollte im eigenen
Interesse auch nicht betreten werden.
Sierra de las Nieves
Der Parque Natural Sierra de las Nieves
Naturpark Gebirge des Schnees ist ein 18.600 Hektar großes
Biosphärenreservat südöstlich von Ronda
und gut 100 Kilometer westlich von Málaga. Die höchsten
Berge erreichen fast 2.000 Meter, die Gipfel sind im Winter, wie
der Name bereits vermuten lässt, oft schneebedeckt. Ein großer
Teil des Naturparks besteht aus Waldgebieten, hier wachsen vor allem
Igeltannen und Portugiesische Eichen. Die Berge der Sierra de las
Nieves gehören mit zu dem Gürtel, der die Costa del Sol
und Málaga vor schlechtem Wetter schützt. Wolken und
Winde werden abgefangen, was über den Wäldern zu Nebel-
und Wolkenbildung sowie einer höheren Luftfeuchtigkeit führt.
Nur deshalb können hier überhaupt die Tannen wachsen.
Um den Naturpark für Besucher zugänglich zu machen, wurden
20 Wanderwege angelegt. Start- und Endpunkt finden sich in den Ortschaften
El Burgo, Istán, Monda, Parauta, Ronda,
Tolox und Yunquera.
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| GEMÄSSIGTER TOURISMUS |
| Die Fehler, die in den Touristenstädten
an der Küste en masse gemacht wurden, sollten sich
bei der Erschließung des Hinterlandes nicht wiederholen.
Bei allen Modernisierungen oder Erschließungen in
der gesamten Provinz Málaga sind deshalb einer
besonderen Umweltpflege und einem gewissenhaften Naturschutz
Rechnung zu tragen. Als Ergebnis sind zumeist Ort- und
Landschaften entstanden, die sich in die Umgebung der
Natur anpassen und den Urlaubern im Gegensatz zum hektischen
Treiben in den Küstenstädten Ruhe und Erholung
bieten. |
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| WANDERN IN DER UND
DURCH DIE NATUR |
Die
großartige Natur rund um Málaga lädt
natürlich zum Wandern ein. Dabei sollte nicht vergessen
werden, dass die Tierwelt im Süden Spaniens eine
andere ist, in der auch Gefahren lauern. Dies gilt vor
allem für die Schlangen, so kann der Biss einer Viper
für Menschen durchaus gefährlich sein. Das Wandern
in Shorts und Sandalen sollte also gut überlegt sein. |
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| DER BAHNHOF ANTEQUERA
SANTA ANA |
| Gut 20 Minuten benötigt der Zug vom
Hauptbahnhof in Málaga bis zum Bahnhof Antequera
Santa Ana. Dieser liegt allerdings gut 17 Kilometer vor
den Toren der Stadt. Daher ist es schneller, direkt mit
einem Überlandbus von Málaga ins sehenswerte
Antequera zu fahren. |
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